Der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz


Projektdauer

8/2011 bis 8/2014

ProjektmitarbeiterInnen

Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Projektleitung)
Dr. Lena Stadler (stellv. Projektleitung)
Dipl.-Psych. Ingeborg Rosch (quantitativer Teil)
Dipl.-Soz. Sandra Fernau (qualitativer Teil)

Finanzierung

Verband der Diözesen Deutschland (VDD)

Kooperationspartner

Institut für Sexualpsychologie, Berlin

Projektbeschreibung

Das Projekt befasst sich mit der Untersuchung des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Primäres Ziel ist die wissenschaftliche Erforschung der Hintergründe, Dynamiken und Folgen dieser Fälle, um daraus Erkenntnisse über spezifische Risiken auf Täter- und Opfer-sowie auf der situationalen Ebene zu gewinnen und Ansatzpunkte für die weitere Verbesserung der Prävention ableiten zu können.

Die wesentlichen Ziele des Forschungsprojekts lassen sich wie folgt beschreiben:

  1. Die Untersuchung soll belastbare Zahlen zum sexuellen Missbrauch durch Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige erbringen – und dies einerseits im Hinblick auf die Längsschnittentwicklung seit 1945 und andererseits als Querschnittsanalyse zur aktuellen Situation der Jahre seit der Jahrtausendwende.
  2. Des Weiteren geht es darum, die Entstehung und den Verlauf des Missbrauchsgeschehens aus der Sicht der Opfer nachzuvollziehen und zu klären, welche Folgen die Taten bei ihnen ausgelöst haben.
  3. Ein zentrales Anliegen ist es ferner, das Handeln der Täter zu analysieren und die Bedeutung der Einflussfaktoren zu erfassen, die ihre Taten gefördert haben.
  4. Außerdem soll die Studie klären, wie sich die Katholische Kirche gegenüber Tätern und Opfern verhalten hat.
  5. Schließlich geht es darum, gestützt auf die Untersuchungsergebnisse das bisherige Präventionskonzept der Kirche zu überprüfen und falls nötig
    ergänzende Vorschläge zu erarbeiten.
Zur Untersuchung der genannten Fragestellungen wird eine Längsschnitts- und Querschnittsanalyse der Personalakten der Priester vorgenommen und diejenigen Fälle, in denen sich Angaben im Sinne des Forschungsziels finden, anhand eines standardisierten Aktenanalyseschemas erfasst und ausgewertet. Die Erfassung der Längsschnittsentwicklung erfolgt auf Grundlage der Personalakten von neun ausgewählten Bistümern und bezieht sich auf Priester und Diakone, die seit 1945 im jeweiligen Bistum tätig sind. In der Querschnittsanalyse werden die Personalakten aus den Jahren 2000 bis 2010 der restlichen 18 Bistümer untersucht. Darüber hinaus soll durch die Durchführung einer quantitativen Opferbefragung sowie qualitativer Interviews mit Opfern und Tätern ein kohärentes Gesamtbild des Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Kleriker innerhalb Deutschlands erstellt werden.

Datenschutzkonzept zum Projekt    
Pressemitteilung zum Datenschutz vom 04.08.2011    


Kontaktdaten
Für Opferanfragen:

Dipl.-Soz. Sandra Fernau
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
Criminological Research Institute of Lower Saxony, Germany
Lützerodestr. 9
30161 Hannover

Tel.: +49 (0) 511 3 48 36 34
Fax: +49 (0) 511 3 48 36 10

Mail:


Für alle weiteren Rückfragen:


Dipl.-Psych. Ingeborg Rosch
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
Criminological Research Institute of Lower Saxony, Germany
Lützerodestr. 9
30161 Hannover

Tel.: +49 (0) 511 3 48 36 29
Fax: +49 (0) 511 3 48 36 10

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