Gefängnis und die Folgen: Identitätsentwicklung und kriminelles Handeln während und nach Verbüßung einer Jugendstrafe; Qualitativer Ansatz
Eine qualitative Längsschnittstudie zu den Integrationsprozessen junger Männer mit Hafterfahrungen
Die qualitative Längsschnittstudie bietet Einblick in die biographischen Entwicklungsprozesse von männlichen Heranwachsenden vor und nach einer Inhaftierung in verschiedenen Jugendvollzugsanstalten in Ost- und Westdeutschland. Die 1998 von Mechthild Bereswill konzipierte und betreute Untersuchung umfasst themenzentrierte und biographische Leitfadeninterviews mit 43 Inhaftierten (Bereswill 1999). Mit dreißig jungen Männern konnte nach ihrer Entlassung erneut gesprochen werden, mit zwanzig von ihnen mehrmals über fünf Jahre hinweg.
Die Auswertung der Interviews erlaubt weit reichende Aussagen über die biographische Verarbeitung eines Freiheitsentzugs. Es kann gezeigt werden, welchen Einfluss eine Haftstrafe auf die biographischen Entwicklungsprozesse und auf die Integrationskonflikte junger Männer hat. Resozialisierung erweist sich als ein komplexer psychosozialer Prozess, auch im Hinblick auf geschlechtsbezogene Aspekte sozialer Integration (Bereswill 2003). Die Interviews nach der Entlassung werfen Licht auf den zwiespältigen Einfluss, den ein Freiheitsentzug auf die soziale Integration von jungen Männern nimmt. Dies gilt besonders für Heranwachsende, deren Lebensgeschichten ein hohes Maß an Brüchen und wechselnden Beziehungen aufweisen. Sie erleben eine geschlossene Unterbringung häufig als einen starken Veränderungsimpuls und als einen klaren Rahmen. In ihren Erzählungen setzen sie diese Veränderung des äußeren Rahmens mit einer eigenen Veränderung gleich, was sich nach der Entlassung als Trugschluss erweist. Die Entwicklung nach der Entlassung zeigt nicht selten eine fortgesetzte soziale Ausgrenzung, die durch eine Haft unterbrochen, nicht aber aufgehoben wird
Bereswill 2005
Die biographischen Konflikte junger Männer bündeln sich in vielen Fällen im Zusammenhang mit der fehlenden Integration in Ausbildung und Arbeit. An diesem Punkt setzt eine Folgeuntersuchung an: Unter dem Titel "Labile Übergänge" wird seit dem 01.09.2005 untersucht, welche biographische Bedeutung Ausbildung und Arbeit für junge Inhaftierte haben und welche Rolle dabei die Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen im Jugendstrafvollzug haben.
Promotionen
Im Kontext der Studie gibt es gegenwärtig folgende Promotionsprojekte:
Die Längsschnittuntersuchung von Almut Koesling befasst sich mit biographischen Erziehungserfahrungen der heranwachsenden jungen Männer vor und während der Inhaftierung. Die Basis bilden Interviews mit Inhaftierten aus dem behandlungsorientierten Wohngruppenvollzug. Grundannahme der Untersuchung ist, dass die erzieherische Wirkung einer Freiheitsstrafe unmittelbar mit biographischen Erziehungs- und Bindungserfahrungen zusammenhängt. Dabei werden Auswirkungen des Jugendstrafvollzugs auf die weitere Entwicklung seiner Insassen sowie problematische und tragfähige Aspekte der Erziehung im Vollzug beleuchtet. Die subjektive Sicht auf das Gefängnis als eine juristische und erzieherische Maßnahme wird ebenso fokussiert wie der Zusammenhang zwischen Hafterleben und vorherigen Erfahrungen mit Erziehung und Strafe.
Anke Neuber untersucht ebenfalls im Längsschnitt den Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Gewalt am Beispiel des Gefängnisses. Sie wählt eine subjektorientierte Forschungsperspektive, bei der Geschlecht als eine Konfliktkategorie begriffen wird. Es werden kollektive Deutungsmuster von Gewalt und Männlichkeit der jungen Männer im Gefängnis in den Blick genommen und zugleich in den Zusammenhang biographischer Konflikterfahrungen gestellt. Dadurch wird der biographische Eigensinn im Umgang mit Gewalt erforscht. Es soll ein differenziertes Bild über die unterschiedlichen Strategien junger Männer, sich innerhalb und außerhalb des Gefängnisses zu Gewalt zu verhalten, entstehen.
Ein Fotoprojekt
Aus dem qualitativen Teil der Studie ist außerdem ein Projekt hervorgegangen, das den wissenschaftlichen Rahmen der Untersuchung verlässt und sich an eine wesentlich breitere Öffentlichkeit richtet:
Gitterblick . Eine Auseinandersetzung mit den Interviewerzählungen der Jugendlichen und Heranwachsenden zeigt, wie vielgestaltig die Lebensgeschichten und Lebensentwürfe dieser inhaftierten jungen Männer sind. Einige von ihnen konnten für die Zusammenarbeit mit einer Fotografin gewonnen werden. Entstanden ist ein Bildband mit Fotografien, die durch ausgewählte Interviewpassagen ergänzt werden.
Das von Almut Koesling, Werner Greve und Mechthild Bereswill herausgegebene Buch ist Resultat der Zusammenarbeit mit Vera Giesel, Diplom-Designerin und Schöffin am Jugendgericht und Anna Scior, Fotografin sowie acht jungen Männern, die sich seit mehreren Jahren regelmäßig an der Studie beteiligen.
Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung Leben + Umwelt, der Sparkasse Hannover, der Hanns-Lilje-Stiftung, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen.
Wissenschaftliche Veröffentlichungen im Rahmen des qualitativen Projektteils (Stand: 10/2005)
Ausgewählte Publikationen
Bereswill, Mechthild (2004): "The Society of Captives" - Formierungen von Männlichkeit im Gefängnis. Aktuelle Bezüge zur Gefängnisforschung von Gresham M. Sykes". In: Kriminologisches Journal, 36. Jg., Heft 2, S. 92-108.
abstract
Bereswill, Mechthild (Hg.) (2003): Entwicklung unter Kontrolle? Biographische Entwürfe und alltägliche Handlungsmuster junger Inhaftierter. Baden-Baden.
Bereswill, Mechthild (2003): Gewalt als männliche Ressource? - theoretische und empirische Differenzierungen am Beispiel junger Männer mit Hafterfahrungen. In: Lamnek, Siegfried & Manuela Boatca (Hg.): Geschlecht Gewalt Gesellschaft. Otto-von-Freising-Tagungen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Band 4. Opladen. S. 123-137.
Bereswill, Mechthild & Theresia Höynck (Hg.) (2002): Jugendstrafvollzug in Deutschland - Grundlagen, Konzepte, Handlungsfelder: Beiträge aus Forschung und Praxis. Bad Godesberg (DVJJ-Schriftenreihe).
Bereswill, Mechthild & Werner Greve (Hg.) (2001): Forschungsthema Strafvollzug. Baden-Baden.
Vollständige Liste der Publikationen
2005 & 2006 (in Vorbereitung)
Bereswill, Mechthild (2006): Biographische Vaterkonflikte und Vaterbilder marginalisierter junger Männer. In: Wolde, Anja, Kirsten Scheiwe & Mechthild Bereswill (Hg.): Vaterschaft im Wandel. Geschlechtertheoretische Perspektiven. (in Vorbereitung)
Bereswill, Mechthild (2005): The biographical experience of prison from the perspective of male adolescents in German juvenile detention centres. Case studies from a qualitative longitudinal study. In: Security Journal. (unter Begutachtung)
Bereswill, Mechthild (2005): Begrenzte Autonomie. Die biographische Erfahrung von Geschlossenheit zwischen Bindung und Bindungslosigkeit. In: Sonnen, Bernd-Rüdeger & Jochen Goerdeler (Hg.): Verantwortung für Jugend. Texte zum Jugendgerichtstag 2004 in Leipzig. (im Druck)
Bereswill, Mechthild (2005): Autonomiekonflikte junger Männer. Biographische Studien zur Beziehung zwischen Abhängigkeit und Geschlecht. In: Jacob, Jutta & Heino Stöver (Hg.): MannSuchtMännlichkeiten - Sucht und Männlichkeiten in Theorie und Praxis in der Schriftenreihe "Studien interdisziplinäre Geschlechterforschung". Wiesbaden. (im Druck)
Bereswill, Mechthild (2005): Die biographische Verarbeitung des Freiheitsentzugs. Eine qualitative Längsschnittstudie zu den Gefängniserfahrungen männlicher Jugendlicher und Heranwachsender. Interdisziplinäre Beiträge zur kriminologischen Forschung. Baden-Baden. (im Druck)
Bereswill, Mechthild (2005): Zwischen Bindungsangeboten und Sanktionsspiralen. Die Erfahrung des Freiheitsentzugs aus der Sicht junger Inhaftierter. Dokumentation einer Tagung der DVJJ, Regionalgruppe Bayern. (im Druck)
Bereswill, Mechthild (2005): Die biographische Verarbeitung des Freiheitsentzugs. Eine qualitative Längsschnittperspektive auf die Hafterfahrungen männlicher Jugendlicher und Heranwachsender. Dokumentation der Fachtagung "Kirche im Strafvollzug" vom 14. bis 16.3.2005 in Mainz. (im Druck)
2004
Bereswill, Mechthild (2004): Zwischen Transformationsprozess und Adoleszenzkrise. Bio-grafische Entwürfe ostdeutscher und westdeutscher junger Männer. In: Miethe, Ingrid, Claudia Kajatin & Jana Pohl (Hg.): Geschlechterkonstruktionen in Ost und West. Biografische Perspektiven. Münster. S. 179-199.
Bereswill, Mechthild (2004): Fragile Selbstverteidigung. Umkämpfte Männlichkeit im Spiegel einer ost-westdeutschen Forschungsbeziehung. In: Schäfer, Eva et al. (Hg.): Irritation Ostdeutschland. Geschlechterverhältnisse 13 Jahre nach der Wende. Münster. S. 122-134.
Bereswill, Mechthild (2004): "Entwicklung unter Kontrolle?". Der Jugendstrafvollzug aus der Perspektive heranwachsender Männer. In: Liedtke, Ulf, Günter Robert & Harald Wagner (Hg.): Neue Lust am Strafen? - Umbrüche gesellschaftlicher und pädagogischer Konzepte im Umgang mit abweichendem Verhalten. Band 1 der Forschungsreihe des apfe e.V. der Evangelischen Hochschule Dresden. S. 65-75.
Bereswill, Mechthild & Werner Greve (2004): Jugendliche Straftäter. Bilder und Gegenbilder, Selbstbilder und Fremdbilder, Abbildung und Bebilderung, Innen- und Außensicht. Einleitung. In: Koesling, Almut, Werner Greve &
Mechthild Bereswill (Hg.): Gitterblick. Gesichter und Geschichten aus dem Strafvollzug. Bremen. S. 7-9.
Bereswill, Mechthild (2004): "The Society of Captives" - Formierungen von Männlichkeit im Gefängnis. Aktuelle Bezüge zur Gefängnisforschung von Gresham M. Sykes. In: Kriminologisches Journal, 36. Jg., 2004, Heft 2. S. 92-108.
Bereswill, Mechthild (2004): Inside - out: resocialisation from prison as a biographical process. A longitudinal approach to the psychodynamics of imprisonment. In: Journal of Social Work Practice. Psychotherapeutic approaches in health, welfare and the community. Vol 18. No. 3, November 2004. S. 315-336.
Bereswill, Mechthild (2004): Begrenzte Autonomie. Die biographische Erfahrung von Geschlossenheit zwischen Bindung und Bindungslosigkeit. In:
KFN-Newsletter 1/2004 , S.17-19.
Koesling, Almut, Werner Greve & Mechthild Bereswill (Hg.) (2004): Gitterblick. Gesichter und Geschichten aus dem Strafvollzug. Bremen.
Info
2003
Bereswill, Mechthild (Hg.) (2003): Entwicklung unter Kontrolle? Biographische Entwürfe und alltägliche Handlungsmuster junger Inhaftierter. Baden-Baden.
Einleitung
Bereswill, Mechthild (2003): Gewalt als männliche Ressource? - Theoretische und empirische Differenzierungen am Beispiel junger Männer mit Hafterfahrungen. In: Lamnek, Siegfried & Manuela Boatca (Hg.): Geschlecht Gewalt Gesellschaft. Otto-von-Freising-Tagungen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Band 4. Opladen.
Bereswill, Mechthild (2003): Gewalthandeln, Männlichkeitsentwürfe und männliche Subjektivität am Beispiel inhaftierter junger Männer. In: Koher, Frauke & Katharina Pühl (Hg.): Gewalt und Geschlecht. Konstruktionen, Positionen, Praxen. Opladen.
Bereswill, Mechthild (2003): Von draußen nach drinnen und wieder zurück? Integration als biographischer und psychosozialer Prozess. Eine Längsschnittperspektive. In: Bereswill, Mechthild (Hg.): Entwicklung unter Kontrolle? Biographische Entwürfe und alltägliche Handlungsmuster junger Inhaftierter. Interdisziplinäre Beiträge zur kriminologischen Forschung, Band 25. Baden-Baden. 176-198.
Bereswill, Mechthild (2003): Hier drinnen ist's so wie draußen. Gefängnis und Geschlecht. In: Wochenschrift "Freitag" 41, 3.Oktober 2003. S. 17.
Bereswill, Mechthild (2003): Von drinnen nach draußen? Integration als biographischer und psychosozialer Prozess am Beispiel junger Inhaftierter. Dokumentation der Jahrestagung der BAG-S im Oktober 2002.
Koesling, Almut (2003): "Auf Deutsch gesagt" - Die Sprache als Landkarte der Insassengemeinschaft. In: Bereswill,
Mechthild (Hg.): Entwicklung unter Kontrolle? Biographische Entwürfe und alltägliche Handlungsmuster junger Inhaftierter. Interdisziplinäre Beiträge zur kriminologischen Forschung, Band 25. Baden-Baden. 112-132
abstract
Neuber, Anke (2003): Der Zusammenhang zwischen Gewalthandeln im Gefängnis und Männlichkeitsentwürfen aus einer subjekttheoretischen Perspektive. In: Bereswill, Mechthild (Hg.): Entwicklung unter Kontrolle? Biographische Entwürfe und alltägliche Handlungsmuster junger Inhaftierter. Interdisziplinäre Beiträge zur kriminologischen Forschung, Band 25. Baden-Baden. 133-154
abstract
2002
Bereswill, Mechthild (2002): Doing Violence, Concepts of Masculinity, and Biographical Subjectivity - Three Case Studies. KFN-Forschungsbericht Nr. 85. Hannover.
download
Bereswill, Mechthild (2002): "Wenn es mit Worten nicht mehr zu regeln ist" - Gewalthandeln im Gefängnis im biographischen Kontext: zwei Fallinterpretationen. In: Bereswill, Mechthild & Theresia Höynck (Hg.): Jugendstrafvollzug in Deutschland - Grundlagen, Konzepte, Handlungsfelder: Beiträge aus Forschung und Praxis. Bad Godesberg (DVJJ-Schriftenreihe). S. 153-190.
Bereswill, Mechthild & Theresia Höynck (Hg.) (2002): Jugendstrafvollzug in Deutschland - Grundlagen, Konzepte, Handlungsfelder: Beiträge aus Forschung und Praxis. Bad Godesberg (DVJJ-Schriftenreihe).
2001
Bereswill, Mechthild (2001): "Die Schmerzen des Freiheitsentzuges" - Gefängniserfahrungen und Überlebensstrategien männlicher Jugendlicher und Heranwachsender in der Strafhaft. In: Bereswill, Mechthild & Werner Greve (Hg.) (2001): Forschungsthema Strafvollzug. Baden-Baden. S. 253-285.
Bereswill, Mechthild (Hg.) (2001): Haft (er) Leben. Zentrale Überlebensstrategien und biographische Selbstentwürfe männlicher Jugendlicher in Haft. [JuSt-Bericht Nr. 6]. KFN-Forschungsbericht Nr. 82. Hannover.
Bereswill, Mechthild & Werner Greve (Hg.) (2001): Forschungsthema Strafvollzug. Baden-Baden.
2000
Bereswill, Mechthild (2000): Ins Abseits geraten - Ausgrenzungserfahrungen in der Familie als biographischer Dauerkonflikt. Hermeneutische Annäherungen an die Selbstdeutungen eines Jugendlichen. Sozialer Sinn 1. S. 5-27.
1999
Bereswill, Mechthild (1999): "Was is' das denn für'n Kindergarten hier". Die biographische Positionierung eines Jugendlichen in einer geschlossenen Haftanstalt. (JuSt-Bericht Nr. 5) KFN-Forschungsbericht Nr. 79, Hannover.
Vorträge und Tagungen im Rahmen des Qualitativen Projektteils
Arbeitstagungen
Bereswill, Mechthild & Theresia Höynck (2000): Alltagskonflikte und Konfliktbewältigung im Jugendvollzug. Ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis des Jugendstrafvollzugs. Fachtagung am 10. und 11. November 2000 in Fulda. Hannover/KFN/DVJJ.
Bereswill, Mechthild (2000): Qualitative Zugänge zu Devianz und Delinquenz von Kindern und Jugendlichen. Workshop zu theoretischen und methodischen Perspektiven. 30. November und 1. Dezember 2000. Hannover/KFN.
Öffentliche Vorträge und Präsentationen (Stand 10/2005):
Falls nicht anderes gekennzeichnet, hat Mechthild Bereswill die Vorträge gehalten.
2005
Biographische Hürden und Übergänge zwischen drinnen und draußen. Eine qualitative Studie zur Wirkung einer Jugendstrafe. Vortrag anlässlich eines wissenschaftlichen Kolloquiums in der Jugendanstalt Hameln am 5. Oktober 2005.
Vortrag 13.7.2005 (eingeladen):
Between Sad Story, Life History and Hidden Conflicts: An In-Depth Hermeneutic Re-Reading of the Jack Roller and his Biographical Transformation. Vortrag im Rahmen des Panels "Psychosocial Re-interpretations of Shaw's Jackroller Case Study: Part II" der British Society of Criminology Conference 2005 "Re-Awakening the Criminological Imagination" am Centre for Criminal Justice Studies, School of Law, University of Leeds, 12.-14. Juli 2005.
abstract 13.07.2005:
Koesling, Almut & Anke Neuber. The Home-Sickness of the Jack-Roller: The Underlying Conflicts of a Delinquent Boy's Own Story. Vortrag im Rahmen des Panels "Psychosocial Re-Interpretations of Shaw's Jackroller Case Study: Part I" der British Society of Criminology Conference "Re-Awakening the Criminological Imagination" am Centre for Criminal Justice Studies, School of Law, University of Leeds, 12-14. Juli 2005.
abstract 12.7.2005:
The Ambivalence of Closed Institutions - Imprisonment from the Perspective of Male Adolescents. Paper presented at the British Society of Criminology Conference 2005 "Re-Awakening the Criminological Imagination" am Centre for Criminal Justice Studies, School of Law, University of Leeds, 12.-14. Juli 2005.
Vortrag 5.7.2005:
Vaterkonflikte und biographische Selbstentwürfe marginalisierter junger Männer. Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung der Stiftung Universität Hildesheim (Vaterschaft im Wandel? Geschlechtertheoretische Perspektiven)
abstract 24.6.2005:
Group Conflicts in Prison - a challenge for investigating social groups. Discussant Paper: Wolfgang Kühnel: Group Conflicts in Prison (Abschlußkonferenz des Forschungsverbunds Desintegrationsprozesse am Zentrum für Konfliktforschung der Universität Bielefeld).
7.5.2005:
Selbstreflexion im Forschungsprozess und soziologische Theoriebildung. Eine vielschichtige Wechselbeziehung. Vortrag gemeinsam mit Peter Rieker bei der Jahrestagung der Sektion Qualitative Methoden in der DGS, 6.-7. Mai 2005, Universität Bielefeld.
abstract , siehe auch die homepage von Peter Rieker 9.4.2005 (eingeladen):
Gewalt in den Lebensentwürfen junger Männer. Vortrag bei einer Fortbildungsveranstaltung des Vereins für Freie Mitarbeit im Hamburger Strafvollzug in Rosengarten am 9.-10. April 2005.
8.4.2005 (eingeladen):
Zwischen Bindungsangeboten und Sanktionsspiralen. Die Wirkung des Freiheitsentzugs aus der Sicht junger Inhaftierter. Eine qualitative Längsschnittuntersuchung. Vortrag bei der Jahrestagung der DVJJ V Bayern am 8.4.2005 an der Universität Würzburg.
1.4.2005:
Neuber, Anke. Gewalthandeln in Jugendhaftanstalten: Norm und subjektive Bedeutung. Vortrag bei GewAltlast? Abschlusskongress des Makroschwerpunktprogramms "Jugend und Gewalt im Zusammenhang mit sozioökologischen Strukturen" der Universität Basel, Schweiz, 1.-2. April 2005.
abstract 16.3.2005 (eingeladen):
Die biographische Verarbeitung des Freiheitsentzugs. Eine qualitative Längsschnittperspektive auf die Hafterfahrungen männlicher Jugendlicher und Heranwachsender. Vortrag bei der 33. Fachtagung "Kirche im Strafvollzug"in Mainz, 14.-16. März 2005.
2004
27.10.2004 (eingeladen):
Violability and Gender - Formations of Masculinity in Prison. Lecture at the Open Seminar "Masculinity and Violence. Theoretical and Methodological Challenges". Roskilde University Center, Graduate School in Life Long Learning.
25.10.2004 (eingeladen):
The Meaning of Work in the Biographies of Marginalized Young Men from East and West Germany. Lecture at the Open Seminar "Working Identities". Roskilde University Center, Graduate School in Life Long Learning.
26.9.2004 (eingeladen):
Begrenzte Autonomie. Die biographische Erfahrung von Geschlossenheit zwischen Bindung und Bindungslosigkeit. Beitrag zur Arbeitsgruppe "Chancen des Jugendstrafvollzugs" des 26. Deutschen Jugendgerichtstags der DVJJ, 24.-28. September 2004, Leipzig.
20.9.2004 (eingeladen):
Abhängigkeits- und Autonomiekonflikte junger Männer - ein biographischer Zugang zu Männlichkeit und Sucht. Einleitungsvortrag zur Konferenz »Von "Trunkenbolden" und anderen Männern im Rausch. Sucht und Männlichkeiten in Theorie und Praxis «, ZFG der Universität Oldenburg und BISDRO, Universität Bremen, 20.-21. September 2004.
14.9.2004:
Begrenzte Autonomie. Die biographische Erfahrung von Geschlossenheit zwischen Bindung und Bindungslosigkeit. Beitrag zum Symposium "Vom Säen und Ernten" des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), 14. September 2004, Leibnizhaus der Universität Hannover. Vgl.
Newsletter 01/2004 27.8.2004:
Koesling, Almut. Prison Officers And Inmates. Adolescent Prisoners' Perspectives On An Institutional Relationship. Vortrag im Rahmen des Panels "The Prison Study from Hannover" zur 4th Annual Conference of the European Society of Criminology in Amsterdam, Niederlande, 25.-28. August 2004.
abstract 5.8.2004 (eingeladen):
"Inside -Out". Resocialisation as a Psycho-societal Process. Methodological Reflections on Social Exclusion and Biographical Integration. Lecture at the International Summer School in Lifelong Learning, Roskilde University Center, Graduate School in Life Long Learning.
Vortrag 1.6.2004:
The Subjectivity of the Researcher as Methodological Challenge. Paper presented at the 2. Annual Conference of the International Research Group for Psycho-Societal Analysis. 31. Mai-4. Juni 2004, InterUniversity Centre, Dubrovnik.
21.5.2004:
Koesling, Almut. "Do Narratives Matter? On The Influence Of Longitudinal Research On The Biographies Of Male Adolescents With Prison Experiences". Präsentation im Rahmen der internationalen Tagung Narrative Matters an der St. Thomas University Fredericton, New Brunswick, Kanada, 20.-23. Mai 2004.
abstract 5.4.2004:
Resozialisierung - ein konflikthafter und umwegiger Prozess. Beitrag zu einer Veranstaltung der JVA Wiesbaden.
15.3.2004:
Weiblichkeit und Gewalt: Grundsätzliche Überlegungen zu einer schwierigen Beziehung. Eröffnungsvortrag bei der "Jahrestagung Straffälligenhilfe" ("Wenn Frauen zuschlagen") des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Dortmund vom 15.-17. März 2004.
30.1.2004 (sowie 5.3. & 19.3. & 16.4.2004): Tatort": Mitwirkung bei einer Veranstaltung der politischen Bildung der Stiftung Leben + Umwelt in der JVA Hannover, gemeinsam mit Kerstin Müller, Öffentlichkeitsarbeit der JVA.
2003
17.12.2003:
Biographische Selbstentwürfe marginalisierter junger Männern zwischen Männlichkeitsklischees und Adoleszenzkrise. Vortrag im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Zentrums für Frauen und Geschlechterforschung (ZFG) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (eingeladen aufgrund der Tätigkeit als Gastprofessorin der HAWK Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen).
21.11.2003:
Koesling, Almut. "...komm ich als besserer Mensch wieder raus". Ergebnispräsentation aus dem qualitativen Teil von "Gefängnis und die Folgen" vor Interviewerinnen des quantitativen Projektteils am KFN, auf Einladung von Dr. Daniela Hosser.
11.11.2003:
"Entwicklung unter Kontrolle?" Der Jugendstrafvollzug aus der Perspektive heranwachsender Männer. Vortrag und Workshop an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden. Tag der Forschung: Kritische Kriminologie und Soziale Arbeit.
17.10.2003:
"Weil Sie 'ne Frau sind" - die interaktive Konstruktion "ostdeutscher Männlichkeit" im Spiegel einer ost-westdeutschen Forschungsbeziehung. Vortrag anlässlich der Tagung "Irritation Ostdeutschland? Geschlechterverhältnisse in Deutschland 13 Jahre nach der Wende", Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin, 16.-18. Oktober 2003.
3.7.2003:
Gewalt als männliche Ressource? - theoretische und empirische Differenzierungen am Beispiel junger Männer mit Hafterfahrungen. Vortrag im Rahmen der Tagung "Geschlecht - Gewalt - Gesellschaft. Gegenwartsdiagnosen", Otto-von Freising-Tagung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, 3. -5. Juli 2003
3.6.2003:
Doing Violence, Concepts of Masculinity, and Biographical Subjectivity - Three Case Studies. Vortrag im Rahmen des internationalen workshops "Subjectivity and Organizational Change. Psychoanalytical and methodological challenges in research practice in work and organizational life. Inter University Center, Dubrovnik, 2.-6. Juni 2003
2002
21.10.2002 (eingeladen):
Integration als psychosozialer Prozess. die biographische Bewältigung eines Freiheitsentzugs am Beispiel haftentlassener Heranwachsender. BAG-S-Fachkongress Straffälligenhilfe vom 21.-23. Oktober 2002 in Bonn.
21.9.2002:
Zwischen Transformationsprozess und Adoleszenzkrise - biografische Entwürfe ostdeutscher und westdeutscher "Männer-im-Werden". 2. Herbsttagung des Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Greifswald vom 19.-21. September 2002: "Geschlechterkonstruktionen in Ost und West - Biografische Perspektiven".
20.7.2002:
Subjectivity and Gender in the Context of Young Men's Prison Experiences - a Plea for Theoretical Border-Crossing in Criminology. €šDoing Violence' - €šDoing Masculinity'? Subjectivity as a Challenge of Cultural Constructions. Vortrag auf der British Society of Criminology Conference "Crossing Borders" vom 17.-20. Juli 2002 in Keele.
26.6.2002 Berlin (eingeladen):
Gewalt - ein Männlichkeitsmuster? Zum Verhältnis zwischen Gewalt und Geschlecht am Beispiel inhaftierter junger Männer". Vortrag anlässlich der 16. Frauenfachtagung für Pädagoginnen und Mädchenarbeit vom 23.-28. Juni 2002 im Wannseeforum in Berlin.
14.5.2002 (eingeladen):
'And beforehand I had been addicted' - Biographical Coping with Imprisonment in Context of Dependency and Addiction in the Family". Beitrag anlässlich eines internationalen und interdisziplinären Workshops "Subjectivity, Democracy and Institutional Change" vom 12.-18. Mai 2002 am InterUniversity Center in Dubrovnik.
2001
4.7.2001 (eingeladen):
Gewalt als männliche Ressource? - Gefängniserfahrungen junger Männer im biographischen Kontext. Vortragsreihe der IAG Frauenforschung zu "Gewalt und Geschlecht. 4. Juli 2001 in Kassel.
5.5.2001:
Geschlecht und Geschlechterdifferenz in der Forschungsbeziehung. Methodologische Erkundungen im Kontext der "totalen Institution" Gefängnis. Beitrag zur Jahrestagung der AG Qualitative Methoden in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. 4.-5. Mai 2001 in Greifswald.
22.3.2001 (eingeladen):
Die Bewältigung von Gefängniserfahrungen im Licht biographischer Konflikterfahrungen. Vortrag im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung für Gefängnispsychologinnen und -psychologen Sachsen-Anhalts am 22. März 2001 in Halle.
2000
1.12.2000:
Die biographische Verarbeitung von Hafterfahrung. Methodologische Perspektiven aus einem qualitativen Längsschnittprojekt. Beitrag zur Veranstaltung "Qualitative Zugänge zu Devianz von Kindern und Jugendlichen: methodologische und methodische Perspektiven". Workshop des KFN e.V. Hannover vom 30. November-1. Dezember 2000.
8.11.2000 (eingeladen):
Erziehung ist Strafe und gestraft wird hier nicht genug!" Die Spaltung des Widerspruchs zwischen Erziehung und Strafe als männlich-jugendliche Bewältigung des Freiheitsentzugs. Empirische Erkundigungen in einer ostdeutschen Jugendhaftanstalt. Vortrag in der JVA in Halle, 8. November 2000.
24.10.2000 (eingeladen):
Macht und Ohnmacht im Gefängnis aus Sicht inhaftierter männlicher Jugendlicher und Heranwachsender. Vortrag bei der Fachtagung "Macht, Ohnmacht, Gewalt" - Gedanken zur Behandlung junger Suchtkranker mit Hafterfahrung. Dietrich-Bonhoeffer-Klinik Großenknethen/ Ahlhorn, am 24.10.2000.
28.9.2000:
Biographie und Delinquenz. Selbstdeutungen und Männlichkeitsentwürfe inhaftierter junger Männer. Beitrag zum 30. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 26.-29. September 2000 in Köln. Gehalten in der Sektion Biographieforschung zum Thema "Biographie und Geschlecht".
23.9.2000 (eingeladen):
Die Erfahrung des Freiheitsentzuges und die biographische Bewältigung von Hafterfahrungen - ein qualitativer Zugang. Beitrag zur Herbsttagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ärzte und Psychologen in der Straffälligenhilfe e.V. vom 21.-23. September 2000 in Straubing.
1.8.2000:
Biographical patterns of juvenile delinquency from the perspective of adolescent prisoners. Vortrag bei der Joint Conference of IFSW/IASSW, 29. Juli-2. August 2000 in Montréal, Quebec, Kanada.
7.6.2000:
Die Erfahrung des Freiheitsentzugs. Kollektive Deutungsmuster von Haft aus der Perspektive jugendlicher Inhaftierter. Vortrag gemeinsam mit Werner Greve in der JA Hameln am 7. Juni 2000.
2.6.2000:
Biographical patterns of juvenile delinquency from the perspective of adolescent prisoners. Vortrag bei der EARA 2000, am 2. Juni 2000 in Jena (The 7th Biennial Conference of the European Association on Adolescence, Session 12: Juvenile Delinquency in Perspective).
1999
23.4.1999:
"Was'n das für'n Kindergarten hier?" - Die biographische Positionierung eines Jugendlichen in einer geschlossenen Haftanstalt. Vortrag gehalten auf dem Norddeutschen Kriminologischen Gesprächskreis in Betzendorf, 22.-24. April 1999.









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